Zeitdokumente analoger Fotografie – zwischen Kommerz und Anspruch, Erinnerung und Engagement
Portraitaufnahme im Carte‑de‑Visite‑Format aus dem Atelier von F. Brandseph (Später Hermann Brandseph), tätig in der Marienstraße 36, Stuttgart, um 1870–1900.
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Friedrich Brandseph (auch bekannt als F. Brandseph, 1826–1915) eröffnete 1855 sein großes Fotostudio in der Marienstraße 36 in Stuttgart, das sich schnell als eines der bedeutendsten in Süddeutschland etablierte. Um 1884 übergab er das Atelier an seinen Sohn Hermann Brandseph (1857–1907), der dieses weiterführte und als Hofphotograph des Königreichs Württemberg tätig war
Eine satirische Stereofoto-Serie aus dem Jahr 1901 von Underwood & Underwood erzählt humorvoll in 18 lebhaft inszenierten 3D-Szenen den Weg von der Werbung bis zur Ernüchterung in der Ehe unter dem Titel Is Marriage a Failure?
A satirical 1901 stereoview series by Underwood & Underwood humorously chronicles the journey from courtship to marital disillusionment in 18 vividly staged 3D scenes titled Is Marriage a Failure?
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Strandszene mit gemalter Kulisse im Atelier, Hermann Sontag, Wolgast, ca. 1890.
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Amateurfotografie. Zwei Männer bei einer Bergtour, ca. 1940er–50er Jahre. Fotograf unbekannt.
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Soldaten posieren in einer gemalten Luftschiffattrappe auf dem Truppenübungsplatz in Munsterlager , 1926
Fotograf Schubert Berlin und Munsterlager
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Zwischen etwa 1910 und den 1930er-Jahren ließen sich Soldaten des Deutschen Reiches auf Truppenübungsplätzen mit künstlichen militärischen Requisiten fotografieren. Diese Attrappen stellten Flugzeuge, Zeppeline, Panzer, Pferde oder auch skurrile Szenen dar und wurden meist aus bemaltem Holz oder Pappe gefertigt. Die Motive reichten von ironischen „Fluchtflügen“ über Fantasiereisen bis hin zu humorvollen Gruppenporträts mit Anspielungen auf Kameradschaft oder Truppenalltag.
Diese Fotos hatten meist Erinnerungswert: Die Soldaten nutzten sie als Souvenirs für Familie und Freunde oder einfach zur Auflockerung des Dienstalltags. Manche Bilder zeigen lachende Männer in absurden, fast albernen Posen, andere wirken komisch durch ihren übertriebenen Ernst – aber stets durchzieht sie ein Geist von Selbstironie und menschlicher Nähe inmitten des militärischen Ernstes. Die Kulissen der Aufnahmen trugen oft auch ironische Schriftzüge wie.
Die Bilder geben einen ungewöhnlich persönlichen Einblick in die Mentalität von Soldaten in dieser Zeit – Humor, Kameradschaft, Technikverliebtheit und Militarismus. Sie waren wohl auch ein lukratives Geschäftsmodell für die Fotografen.
Soldaten posieren in Elsenborn 1911
Fotograf: Oswald Kluge, Elsenborn
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Zwischen etwa 1910 und den 1930er-Jahren ließen sich Soldaten des Deutschen Reiches auf Truppenübungsplätzen mit künstlichen militärischen Requisiten fotografieren. Diese Attrappen stellten Flugzeuge, Zeppeline, Panzer, Pferde oder auch skurrile Szenen dar und wurden meist aus bemaltem Holz oder Pappe gefertigt. Die Motive reichten von ironischen „Fluchtflügen“ über Fantasiereisen bis hin zu humorvollen Gruppenporträts mit Anspielungen auf Kameradschaft oder Truppenalltag.
Diese Fotos hatten meist Erinnerungswert: Die Soldaten nutzten sie als Souvenirs für Familie und Freunde oder einfach zur Auflockerung des Dienstalltags. Manche Bilder zeigen lachende Männer in absurden, fast albernen Posen, andere wirken komisch durch ihren übertriebenen Ernst – aber stets durchzieht sie ein Geist von Selbstironie und menschlicher Nähe inmitten des militärischen Ernstes. Die Kulissen der Aufnahmen trugen oft auch ironische Schriftzüge wie.
Die Bilder geben einen ungewöhnlich persönlichen Einblick in die Mentalität von Soldaten in dieser Zeit – Humor, Kameradschaft, Technikverliebtheit und Militarismus. Sie waren wohl auch ein lukratives Geschäftsmodell für die Fotografen.
Porträtaufnahme im Postkartenformat ca.1950er Jahre
Foto-Hasse, Berlin-Wilmersdorf
1950er Jahre Porträtfotografie, Mode, Studioaufnahme, Vintage, zeitgenössische Kleidung, professionelle Fotografie, historische Mode, Fotostudio
Eine Porträtaufnahme zeigt einen Koch in Berufskleidung, aufgenommen im Atelier von Richard Oye, Schwedt/Oder (Schlossfreiheit 77 oder 81), ca. 1890
Berufsfotografie, Koch, Berufskleidung, historische Fotografie, Porträt, Kochporträt, Atelierfotografie, Berufsstand, Hamburg-Harburg, frühes 20. Jahrhundert
Studioportät aus den 1960er Jahren: Eine Aufnahme aus dem Fotostudio Mathilde Ross aus Hamburg . Das Bild zeigt die typische Ästhetik professioneller Studiofotografie dieser Zeit.
Studiofotografie, 1960er Jahre, Mathilde Ross, Hamburg Porträtfotografie, Fotostudio, Nachkriegszeit, Alltagskultur, westdeutsche Geschichte, Fotogeschichte, Zeitdokument, Männerporträt, Frauenporträt, Kinderporträt, Mode der 1960er, Frisuren 60er Jahre, Alltagskleidung, Accessoires, zeittypische Kleidung, Brillenmode, Haarschnitt, Kleidungstrends, Retro-Stil, westdeutsche Mode, Privatporträt, Familienfotografie
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Anonyme Passfotografie aus einem handwerklichen Lichtbildatelier in Deutschland, aufgenommen zwischen Kaiserreich, Weimarer Republik, Drittem Reich, DDR oder BRD – je nach Zeitstellung, Mode und Stil, im 20. Jahrhundert.
Passfotografie, Handwerksfotografie, Lichtbildatelier, Studiofotografie, Anonymes Porträt, Passbild, Historische Fotografie, Deutsches Kaiserreich, Weimarer Republik, Drittes Reich, DDR, BRD, 20. Jahrhundert, Alltagsfotografie, Gesellschaftlicher Wandel, Modegeschichte, Frisurenmode, Kleidungstrends, Sozialgeschichte, Kulturelles Gedächtnis, Porträtkunst, Ausweisfotografie, Gesichtsdokumentation
Anonyme Passfotografie aus einem handwerklichen Lichtbildatelier in Deutschland, aufgenommen zwischen Kaiserreich, Weimarer Republik, Drittem Reich, DDR oder BRD – je nach Zeitstellung, Mode und Stil, im 20. Jahrhundert.
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Photomaton: Deutschland 1920er bis 1940er Jahre
Diese fotografischen Automaten lieferten ab den 1920er Jahren vollautomatisch erstellte Bildserien. Der Apparat, in Kabinenform aufgestellt, führte den gesamten Aufnahmeprozess – Belichtung, Entwicklung, Fixierung und Trocknung – mechanisch und ohne Personal aus. Das Verfahren war ein Meilenstein in der Demokratisierung der Porträtfotografie: anonym, preiswert und in wenigen Minuten verfügbar.
Ursprünglich für amtliche Passfotos entwickelt und in Bahnhöfen oder Kaufhäusern aufgestellt, wurde der Photomaton durch seine günstige, schnelle und anonyme Funktionsweise nicht nur zum Ort der Selbstinszenierung, sondern dokumentierte zugleich – von den offenen, experimentierfreudigen 1920er Jahren über die ideologisch geprägte Uniformierung der NS-Zeit bis hin zu den Spuren des Kriegs – die sich wandelnde Physiognomie und das Selbstbild einer ganzen Gesellschaft.
Photomaton: Deutschland 1920er bis 1940er Jahre
Diese fotografischen Automaten lieferten ab den 1920er Jahren vollautomatisch erstellte Bildserien. Der Apparat, in Kabinenform aufgestellt, führte den gesamten Aufnahmeprozess – Belichtung, Entwicklung, Fixierung und Trocknung – mechanisch und ohne Personal aus. Das Verfahren war ein Meilenstein in der Demokratisierung der Porträtfotografie: anonym, preiswert und in wenigen Minuten verfügbar.
Ursprünglich für amtliche Passfotos entwickelt und in Bahnhöfen oder Kaufhäusern aufgestellt, wurde der Photomaton durch seine günstige, schnelle und anonyme Funktionsweise nicht nur zum Ort der Selbstinszenierung, sondern dokumentierte zugleich – von den offenen, experimentierfreudigen 1920er Jahren über die ideologisch geprägte Uniformierung der NS-Zeit bis hin zu den Spuren des Kriegs – die sich wandelnde Physiognomie und das Selbstbild einer ganzen Gesellschaft.